Unionhilfswerk Zentrale Anlaufstelle Hospiz
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Einführendes

 

Zu den Aufgaben der Krankenhäuser gehören die Erkennung und Behandlung von Krankheiten aber auch Geburtshilfe und Sterbebegleitung.

Beinahe jede zweite Berlinerin bzw. jeder zweite Berliner, die oder der stirbt, verbringt das Lebensende im Krankenhaus. Das ist zu entnehmen dem Faktencheck „Palliativversorgung“ 2015, Faktenblatt Berlin, der Bertelsmann Stiftung. Im Vergleich der Bundesländer ist das die höchste Quote in Deutschland.

 

Im Krankenhausplan 2016 des Landes Berlin heißt es dazu u.a. auf S. 100 „Wichtig ist, die Kompetenz der im Krankenhaus tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit sterbenden Patienten zu stärken und sie durch geeignete Qualifikation zu befähigen, um palliativmedizinischen Versorgungsbedarf zu erkennen und unter den unterschiedlichen Rahmenbedingungen ein Sterben und Abschiednehmen in Würde zu ermöglichen.“

Ambulante Hospizdienste können hierbei wichtige Partner der Krankenhäuser sein.

 

Auf Bundesebene wurden mit dem am 8. Dezember 2015 in Kraft getretenen Hospiz- und Palliativgesetz (siehe hier)die Rahmenbedingungen dafür verbessert.

Es besteht nunmehr die Option der Beauftragung ambulanter Hospizdienste mit Sterbebegleitung in Krankenhäusern gem. § 39a Abs. 2 Satz 2 SGB V und damit die Chance einer Intensivierung der Kooperation und Verbesserung der Sterbebegleitungen in den Krankenhäusern.

 

Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Berliner Krankenhäusern

 

Die Berliner Krankenhausgesellschaft, der Hospiz- und PalliativVerband Berlin und die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin begrüßen die neue Möglichkeit und wollen die praktische Umsetzung in Berlin flankierend unterstützen.

Vor diesem Hintergrund wurde in 2016 eine gemeinsame temporäre Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Berliner Krankenhäusern gebildet. Hier das Konzept der AG und die Mitgliederliste.

Arbeitsgruppe Konzept

Arbeitsgruppe TeilnehmerInnen

 

Fachveranstaltung

 

Auf einer Fachveranstaltung am 11.11.2016 wurden die bereits vorliegende Kooperationserfahrungen, von der AG entwickelte Instrumente und beabsichtigte Angebote vorgestellt sowie notwendige Rahmenbedingungen diskutiert. Bei den entwickelten Instrumenten berücksichtigte die AG ausgewählte bereits in Berlin in Anwendung kommende Dokumente und den vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband herausgegebenen Musterkooperationsvertrag vom 21.03.2016 (siehe hier).

Sie finden im Folgenden die Dokumentation der Veranstaltung einschließlich der dort vorgestellten und weiterer Muster, Beispiele und Instrument

 

Einladung und Programm der Berliner Fachveranstaltung am 11.11.2016

 

Es nahmen rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von Berliner Krankenhäusern und ambulanten Hospizdiensten teil.

Einladung Fachveranstaltung

Programm Fachveranstaltung

 

Die Einladung richtete sich vorranging an alle Berliner Krankenhäuser und Ambulanten Hospiz- und Palliativdienste

Berliner Krankenhausverzeichnis

Übersicht Ambulante Hospizdienste Berlin

 

 

Tagungsdokumentation

Einführungsvorträge

1.  Umsetzung der Beauftragung ambulanter Hospizdienste mit Sterbebegleitung in Berliner Krankenhäusern gem. § 39a Abs. 2 Satz 2 SGB V

Vortrag: Herr Christian Kienle (Berliner Krankenhausgesellschaft e.V)

Vortrag

 

 

2. Krankenhausversorgung am Lebensende“– neuer Akzent im Berliner Krankenhausplan 2016

Vortrag: Frau Gabriele Lukas (Krankenhausreferat der SenGS)

 

 

 

3. Kurzüberblick zu den Aufgaben ambulanter Hospizdienste und Praxisbericht zur Kooperation Krankenhaus – Hospizdienst seit 2012

 

Vortrag: Frau Angelika Behm (Diakonie-Hospiz Wannsee GmbH)

Vortrag

 

Vorstellung erarbeiteter Dokumente zur Erleichterung der Kooperation

1. Mustervertrag Krankenhaus - Ambulanter Hospizdienst

Im Gespräch: Frau Sibylle Kraus (Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH) und Frau Kerstin Kurzke (Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Malteser Hilfsdienst e.V.)

Vortrag

Mustervertrag

 

 

2. Informationsblätter für Krankenhaus-MitarbeiterInnen und PatientInnen

 Im Gespräch: Frau Dörte Rooch (Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH) und Frau Susanne Rehberg (Ambulanter Palliativ-Beratungs- und Hospizdienst der Sozialdienste der Volkssolidarität Berlin gGmbH)

Vortrag

Infoblatt- MItarbeiterInnen

Infoblatt PatientInnen

 

 

3. Arbeit in Gruppen nach Regionen

In den Gruppen wurden die potentiellen KooperationspartnerInnen nach Regionen zusammengeführt. Hier die Kurzzusammenfassungen:

 

  1. Gruppe 1: Reinickendorf, Mitte, Pankow - Zusammenfassung
  2. Gruppe 2: Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg - Zusammenfassung
  3. Gruppe 3: Treptow-Köpenick, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf - Zusammenfassung
  4. Gruppe 4: Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau - Zusammenfassung

 

 Für alle Berichte gibt es eine Gesamt-Zusammenfassung: Zusammenfassung aller Gruppen

 

Photos

Hier finden Sie einige Impressionen der Veranstaltung!

 

Presse

Im Bundeshospizanzeiger erschien ein Artikel über die Veranstaltung und den Stand der Berliner Kooperationen. 

Bundes-Hospiz-Anzeiger, Seite 10 (6/2016)

 

 

 

 

 

 

Weiterführendes und Dokumente

Von Interesse für die Berliner Krankenhäuser könnten weitere Unterlagen sein, die Aufschluss über die Arbeitsweise ambulanter Hospizdienste geben:

 

Rahmenvorgabe des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes für die Qualifizierung der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ambulanter Hospizdienste

Dokument

 

Fragen zum Rechtsstatus, Versicherungs- und Arbeitsschutz ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ambulanter Hospizdienste

 

Die Träger ambulanter Hospizdienste beschäftigen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind vollumfänglich für alle damit verbundenen Fragestellungen verantwortlich.

Sprechen Sie hierzu den jeweiligen ambulanten Hospizdienst an.

 Einen guten Überblick zu Fragen

- der rechtlichen Stellung der Ehrenamtlichen und den allgemeinen Rechtsgrundlagen ehrenamtlichen Handelns,

- der Haftungsrisiken und dem bestehenden Versicherungsschutz (Haftpflicht-, Unfall-, Fahrzeug- und Rechtsschutzversicherung),

- der Schweigepflicht, zum Aussage- und Zeugnisverweigerungsrecht,

- unterlassener Hilfeleistung

gibt beispielsweise folgende Schrift, die von einem renommierten Träger stammt und anonymisiert wurde.

Dokument rechtliche Grundlagen

 

Eine weitere Zusammenstellung von Informationen zum Versicherungsschutz finden Sie hier

 

Spezifische Ausführungen zum Arbeitsschutz für Ehrenamtliche ambulanter Hospizdienste finden sich in folgender Schrift, die in Kooperation zwischen dem Hospiz- und Palliativverband Berlin und dem Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi) erstellt wurde.

Diese Unterlage als Beispiel.

 

 

Für die ehrenamtlichen Hospizhelfer ergibt sich die Verpflichtung zur Verschwiegenheit i.d.R. aus ihrer Vereinbarung mit dem ambulanten Hospizdienst. Hospizhelfer sind verpflichtet, über personenbezogene Daten der Patienten - auch nach seiner Tätigkeit - Stillschweigen zu bewahren.

Hier finden Sie im Folgenden ein Beispiel für eine Vereinbarung zwischen einem ambulanten Hospizdienst und dem Ehrenamtlichen. Die Vereinbarung enthält üblicherweise auch eine Schweigepflichterklärung, die auch für im Krankenhaus tätige ehrenamtliche Hospizhelfer gilt.

 

Vereinbarungsmuster

 

 

 

 
 
 
Letzte Änderung: 07.03.17