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< Sachbericht 2004 der ZAH erschienen
30.05.2005 15:46 Alter: 14 yrs
Von: Thomas Gallwitz

Tote begraben und Trauernde trösten

Ein Plädoyer für die christliche Bestattungskultur


Immer mehr Menschen entschließen sich für eine anonyme Bestattung oder aber für eine Urnenbestattung in einem so genannten „Friedwald“.

Darüber hinaus Bemühen sich einige Bundesländer ihre rechtlichen Bestimmungen hinsichtlich des Bestattungs- und Friedhofwesens zu nivellieren.

 

All´ dies könnte man unter dem sog. „Zeitgeist“ subsummieren. Die Frage hierbei ist jedoch, ob und inwieweit wir, gerade bei diesem Thema, bereit sind ein weiteres Stück unserer (christlichen!?) Kultur herzugeben.

 

Ich bin der Meinung, dass gerade bei diesem Thema jahrhundertealte Rituale an konkreten Orten hilfreich sind, um Trauer verarbeiten und schließlich bewältigen zu können.

Denn schlussendlich geht es bei der Bestattung eines Toten nicht um eine „technische Entsorgung“, sondern es geht UM UNS. Denn wie bereits die Deutschen Bischöfe feststellen:

„Wenn auf Trauer und Totengedächtnis leichtfertig verzichtet wird, gehen Möglichkeiten des Menschseins verloren: die Fähigkeit zur Erinnerung und zu bewahrendem Gedenken, ohne die es keine Hoffnung auf eine gute Zukunft geben kann.“

Dem kann man nichts mehr hinzufügen...!

 

Ihr Thomas Gallwitz


 
 
 
Letzte Änderung: 26.09.17