Unionhilfswerk Zentrale Anlaufstelle Hospiz
3 Besucher online 20. September 2019, 17:42 Uhr beraten betreuen bewegen

Trauerbegleitung

Die Aufgabe der Trauerbegleitung ist es, das Leid, die Trauer gemeinsam auszuhalten, alle Gefühle auf- und anzunehmen. Sie unterstützt jeden Einzelnen auf dem Weg durch die Trauer und auf der Suche nach Neuorientierung. Sie sortiert, gibt Anregungen, bestimmte Themen genauer anzuschauen, und sie verweist auch an andere, wenn sich herausstellt, dass vielleicht eine therapeutische Unterstützung notwendig ist.

 

Es gibt ganz unterschiedliche Angebote, die in der Trauer hilfreich sein können, z.B. Einzelgespräche, begleitete Selbsthilfegruppen, therapeutisch orientierte Gruppen, Gruppen, die bestimmten Themen zugeordnet sind: Verwaiste Eltern, Suizidhinterbliebene, Kinder und Jugendliche, die einen Angehörigen verloren haben, und andere.

Die „richtige“ Gruppe zu finden, ist oft schwer. In der Zentralen Anlaufstelle Hospiz gibt es die Möglichkeit, sich beraten zu lassen und einen Überblick über die Berliner Trauerangebote zu bekommen: Angebote unter: Adressen Trauerangebote

 

Trauergruppe

Eine (geschlossene) Trauergruppe hat einen Anfang und ein konkretes Ende. Hier findet sich eine festgelegte Teilnehmerzahl zusammen (acht bis höchstens zwölf Personen. Die Gruppe wird von zwei in Trauerbegleitung befähigten Personen geleitet. Diese kümmern sich um einen guten Rahmen, geben Impulse für die Auseinandersetzung und unterstützen die einzelnen TeilnehmerInnen.

Die Treffen finden regelmäßig statt und die Gruppe bleibt konstant. Nach etwa zehn Treffen endet die Gruppe in diesem Rahmen. Oftmals wird aber die Möglichkeit geboten, dass sich die Gruppen (freundschaftlich) weiter treffen.

 

Trauercafe

Bei einem Trauercafe handelt es sich um ein vergleichsweise offenes, unverbindliches Angebot, um in Kontakt mit anderen Menschen in ähnlicher Situation zu kommen. Trauercafes bieten Raum für Gespräche über das die Trauer, den Verlust und Fragen zur Lebensbewältigung oder sie bieten einfach Ablenkung und Gesellschaft.

Im Gegensatz zur Trauergruppe gibt es keine feste Gruppe. Das Cafe ist ein offenes Angebot für alle, egal woher sie kommen und egal wie lange der Todesfall her ist. Im Cafe liegt Material, liegen Bücher aus, jedoch soll kein vorgegebenes Ziel erreicht werden und keine Wissensvermittlung erfolgen, sondern Vernetzung der Trauernden und der damit einhergehende Trost.

 

Zunehmend werden in ganz Berlin unter verschiedener Trägerschaft Trauercafes organisiert, die alle vier bis acht Wochen, z.T. gerade an Sonn- und Feiertagen, stattfinden. Geleitet und vorbereitet werden die Cafes von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern, die auch mit an den Tischen sitzen und hilfreich für Gespräche zur Verfügung stehen.

 

Beispiele von Trauercafeangeboten:

Trauerwegbegleitung (Lichtenberg)

Trauercafe Pankow

Trauercafe Zuversichtskirche (Spandau)

Cafe Markus (Steglitz)

Trauercafes des KK Tempelhof

 

Angebote in besonderen Situationen

Hierfür werden gesonderte Gruppen angeboten: Trauer nach Suizid eines Angehörigen, Trauer nach Partnerverlust (in jüngeren Jahren), für trauernde Kinder und Jugendliche, verwaiste Eltern... Bitte fragen Sie danach!

 

Zusätzliche Angebote

Trauerbegleiter bieten häufig auch ein vielfältiges zusätzliches Angebot an: z.B. Spaziergänge und Ausflüge, Tagesfahrten, Gottesdienste, Picknicke, Ausstellungen.

 

Besonders an Feiertagen sind trauernde Menschen herzlich eingeladen. Nähere Informationen finden Sie unter: www.trauer-und-leben.de/termine

 

 
 
 
Letzte Änderung: 07.03.17