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3 Besucher online 18. May 2019, 13:40 Uhr beraten betreuen bewegen

Palliativstationen

Das Leben von Menschen mit schweren oder unheilbaren Erkrankungen kann durch belastende Symptome unerträglich werden. Auf Palliativstationen, die sich in Berlin immer in einem Krankenhaus befinden, wird versucht, eine weitestgehende Linderung solcher Beschwerden zu erreichen. Die Mitarbeiter umsorgen die Patienten sehr intensiv, so dass sie es so angenehm wie möglich haben.

 

Ziel der Behandlung ist ein möglichst schmerz- und beschwerdefreier Zustand, der es dem Patienten gestattet, sich wieder seinem Leben zuzuwenden. Es geht um die Verbesserung der Lebensqualität des Erkrankten und darum, seine physische und psychische Stabilität wiederherzustellen bzw. zu erhalten. Letztlich geht es auch darum, Menschen ihre Würde wiederzugeben, denn unbeschreibliche Schmerzen oder unstillbares Erbrechen machen eine würdevolle Existenz nahezu unmöglich.

 

Auf Palliativstationen werden die körperlichen Beschwerden und damit verbundene psychosoziale Probleme des unheilbar erkrankten Menschen behandelt. Die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung ist nicht vorrangig.

 

Im ambulanten Bereich gelingt es nicht immer, Patienten auf eine optimale Schmerztheraphie einzustellen oder Schlaflosigkeit, Schluckbeschwerden, Atemnot usw. zu verringern. Hier kann die Palliativstation erfolgreicher sein, da Fachleute aus verschiedenen Disziplinen zur Behandlung hinzugezogen werden können und der Patient rund um die Uhr betreut und überwacht wird. Die Behandlung kann beendet werden, wenn die Begleitsymptome gelindert sind und ein stabiler Zustand erreicht ist.

 

Voraussetzung für die Aufnahme auf eine Palliativstation eines Krankenhauses ist die Einweisung durch den behandelnden Arzt.

 

Zur Zeit gibt es in Berlin zwölf  Palliativstationen, weitere werden folgen.

 
 
 
Letzte Änderung: 17.03.17