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Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

S. Fischer Verlag

Frankfurt am Main 2012

 

Dieses Buch berichtet von dem Weg eines Pilgernden nach Norden und nach innen. Es gibt ein vermeindliches Ziel, aber es passiert viel mehr.

 

'Beim Laufen habe ich mich an soviel erinnert. An Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie vergessen hatte, manche Erinnerungen waren hart. Aber die meisten waren schön. Ich habe Angst, dass ich sie eines Tages, vielleicht bald, wieder verliere.'

 

Harold Fry ist unterwegs zu einer schwerkranken ehemaligen Kollegin, die im Hospiz liegt und ihm einen Abschiedsbrief geschrieben hat. Ihm fehlen Worte, um zu antworten... An einer Tankstelle hat er ein ungewöhnliches Gespräch, das ihm Mut macht und er geht einfach los. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz.

 

Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

 

Was er erlebt und wie er damit umgeht wird in dem Buch auf humorvolle und liebenswerte Art und Weise beschrieben. Es beschreitet Brücken, die er abgebrochen glaubte. Er baut neue Brücken zu Menschen, die ihm auf dem Weg begegnen. Er hält Kontakt zu seiner Frau, die er verloren glaubte.

 

Und auch seine Frau, die im Süden Englands zurückbleibt, begibt sich auf eine Reise... Am Ende des Buches schließt sich der Kreis auf ganz unerwartete Weise.

 

Ein tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und Begegnungen, die uns von Grund auf verändern.

 

Es ist ein Buch, das leicht ist und doch viel sagt. Man kann sich einfach unter einen Baum setzen und loslesen in der Spannung, ob er (s)ein Ziel erreichen wird.

 

 

 
 
 
Letzte Änderung: 07.03.17