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Carola Otterstedt: Trauerhefte für Kinder und Jugendliche

Pia und Tom

 

Lea und Paul

 

Ein leerer Platz in eurerMitte

 

Es ist so still in einem Zimmer

 

vier Hefte mit je 26 Seiten, je zwei zu Tod eines Elternteils / Tod eines Geschwisterkindes; jedes Thema einmal für Grundschulkinder, einmal für Jugendliche; dazu ein Begleittext für Eltern, Angehörige, Lehrer und Trauerbegleiter mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis

 

Sie finden diese Hefte auch als kostenfreies Angebot für trauernde Kinder oder Jugendliche und als Unterstützung für Eltern, Verwandte oder Paten, die den betroffenen Kindern in der schwierigen Trauerzeit beistehen wollen: www.carola-otterstedt.de

 

unter „4 kids“, am Ende der Buchbesprechungen als „Trauerhefte“.

 

Vom Eingehen auf die spezielle Zielgruppe (Kind oder Jugendliche/r nach dem Tod von einem Elternteil/Geschwisterkind) abgesehen, gleichen sich die vier Hefte; daher werden sie gemeinsam dargestellt.

 

Mit vielen Illustrationen der Autorin, die Raum und Hilfe für die Identifikation der trauernden Kinder und Jugendlichen geben, werden die Veränderungen dargestellt, denen Kinder und Jugendliche durch den Verlust eines Familienmitglieds ausgesetzt sind, und die Gefühle thematisiert, die auf die jungen Trauernden einstürzen können. Dabei kommen auf sehr behutsame Art auch alle „bösen“ Gedanken und Gefühle und Verhaltensweisen zur Sprache, die die jungen Trauernden möglicherweise niemandem anzuvertrauen wagen: Wut auf den Elternteil, der einen im Stich gelassen hat, und Enttäuschung über den verbliebenen Elternteil, der sich dem hinterbliebenen Kind nicht so zuwenden kann, wie es in dieser Situation nötig wäre; Eifersucht auf den Bruder oder die Schwester, die nicht nur während einer langen Krankheit, sondern auch noch nach dem Tod alle Aufmerksamkeit der Eltern auf sich ziehen, Schuldgefühle und anderes.

 

Die jungen Trauernden werden ermutigt, ihre vielfältigen Gefühle anzunehmen, ihre Fragen auszusprechen, Hilfe und Zuwendung bei nahestehenden Erwachsenen zu suchen, Ungeklärtes im Verhältnis zum Verstorbenen abzuschließen. Ein Anhang (die letzten 16 Seiten) jeden Heftes regt zur Gestaltung der eigenen Trauer an und bietet Anlässe, mit einem begleitenden Erwachsenen über das verstorbene Familienmitglied und die Lücke, die es hinterlassen hat, zu sprechen.

 

Ulrike Redecker (freiwillige Mitarbeiterin der ZAH)

 

 
 
 
Letzte Änderung: 07.03.17